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Pflegepool im Krankenhaus soll Personalengpässe flexibel abfedern

23. September 2026Quelle: mednic

Zusammenfassung

Ein Pflegepool im Krankenhaus kann personelle Engpässe auf Stationen abfedern und Beschäftigten zugleich flexiblere Einsatzmöglichkeiten bieten. Das Universitätsklinikum Dresden arbeitet seit knapp 15 Jahren mit einem solchen Modell. Mittlerweile gehören dem Pool rund 40 Mitarbeitende verschiedener Pflegeberufe an.

Die Beschäftigten des Dresdner Pflegepools werden je nach Bedarf auf unterschiedlichen Stationen und in verschiedenen Versorgungsbereichen eingesetzt. […] Der Beitrag Pflegepool im Krankenhaus soll Personalengpässe flexibel abfedern erschien zuerst auf mednic.de - News aus Medizin, Digital Health & IT.

Im Detail

Ein Pflegepool im Krankenhaus kann personelle Engpässe auf Stationen abfedern und Beschäftigten zugleich flexiblere Einsatzmöglichkeiten bieten. Das Universitätsklinikum Dresden arbeitet seit knapp 15 Jahren mit einem solchen Modell. Mittlerweile gehören dem Pool rund 40 Mitarbeitende verschiedener Pflegeberufe an.

Die Beschäftigten des Dresdner Pflegepools werden je nach Bedarf auf unterschiedlichen Stationen und in verschiedenen Versorgungsbereichen eingesetzt. Damit sollen sowohl kurzfristige Ausfälle als auch länger dauernde Personalengpässe kompensiert werden.

Zum Pool gehören neben Gesundheits- und Krankenpflegekräften unter anderem Medizinische Fachangestellte, Altenpflegekräfte und Krankenpflegehelfende. Das Modell erfordert mehr als die kurzfristige Besetzung offener Dienste.

Da Poolkräfte regelmäßig zwischen unterschiedlichen Einsatzbereichen wechseln, spielen strukturierte Einarbeitung, Praxisanleitung und die Vermittlung zusätzlicher Kompetenzen eine wichtige Rolle.

Ältere Veröffentlichungen des Universitätsklinikums zeigen, dass Poolbeschäftigte dort bereits seit Jahren auch für spezialisierte Bereiche wie Intensivmedizin, Endoskopie oder Notaufnahme qualifiziert werden.

Pflegepool im Krankenhaus braucht strukturierte Einsatzplanung

Wie Poolmodelle organisiert und weiterentwickelt werden können, ist am 23. und 24. September Thema des fünften Pflegepoolsymposiums am Universitätsklinikum Dresden. Mehr als 100 Teilnehmende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beschäftigen sich unter anderem mit Einarbeitung im Intensivpflegepool, Berufseinstieg, Personalentwicklung und Rekrutierung.

Eine aktuelle Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung zeigt, dass bei Springerpools nicht nur die Verfügbarkeit von Personal entscheidend ist. Relevant sind auch transparente Regeln dafür, wie Beschäftigte auf Stationen verteilt werden, sowie die Akzeptanz dieser Entscheidungen bei Pool- und Stammbelegschaften.

Damit wird Poolmanagement zunehmend auch zu einer Aufgabe für digitale Personalsteuerung. Elektronische Dienstplanung und Self-Rostering können Verfügbarkeiten, Qualifikationen und Wünsche von Beschäftigten mit dem Personalbedarf einzelner Bereiche zusammenführen.

Eine systematische Übersichtsarbeit fand überwiegend positive Effekte elektronischer Planungssysteme auf Beschäftigte und Organisationen; die untersuchten Modelle und Umsetzungsszenarien waren allerdings sehr unterschiedlich. Auch KI-basierte Dienstplanung wird inzwischen untersucht.

Eine aktuelle Übersicht zeigt jedoch, dass viele Ansätze bislang vor allem in Simulationen oder Pilotprojekten geprüft wurden. Echtzeitfähigkeit, Integration in Krankenhausinformationssysteme und belastbare Effekte im Routinebetrieb sind noch vergleichsweise selten untersucht.

Für das Dresdner Modell selbst liegen in der aktuellen Mitteilung keine Daten dazu vor, ob und in welchem Umfang der Pflegepool Ausfallzeiten, Fremdpersonaleinsatz oder andere Versorgungskennzahlen verändert. Das Klinikum beschreibt ihn vor allem als Instrument, um personelle Engpässe flexibler aufzufangen und unterschiedliche Arbeitsmodelle zu ermöglichen.

Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden ►

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